28 maggio 2015

SARAH KINZEL: der Deutsche Künstlerverein in Rom



Casa di Goethe
Museo | Biblioteca | Foyer italo-tedesco
Via del Corso 18 (Piazza del Popolo) | 00186 Roma | Tel. 0632650412

Donnerstag, 4. Juni 2015
18.30 Uhr
Vortrag (in deutscher Sprache)
SARAH KINZEL
Der Deutsche Künstlerverein in Rom zwischen Patriotismus und Weltbürgertum
1845 gegründet war der Deutsche Künstlerverein in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine feste Größe des gesellschaftlichen wie künstlerischen Lebens in Rom. Für Künstler und Kunstfreunde wurden dort Ausstellungen, Aktkurse, kunsthistorische Vorträge und gemeinsame Zeichenausflüge ins römische Umland organisiert. In der vereinseigenen Bibliothek konnte man neben Klassikern der deutschen Literatur aktuelle Tageszeitungen und Fachzeitschriften studieren. In den Räumlichkeiten des Vereins fanden Konzerte und Liederabende, aber auch zahlreiche Feste und Tanzveranstaltungen statt.
Diese vielfältigen Initiativen dienten nicht allein dazu, den Zusammenhalt der deutschen Künstlergemeinde zu stärken, sondern ermöglichten es zugleich, erste Kontakte zu italienischen Kollegen zu knüpfen und bereits bestehende Beziehungen zu pflegen. Der Vortrag gibt einen Einblick in das Wirken des Deutschen Künstlervereins in Rom um 1900, wobei der Schwerpunkt auf der kosmopolitischen Ausrichtung der Vereinsarbeit liegen soll.

Sarah Kinzel (geb. 1986 in Großröhrsdorf) studierte Kunstgeschichte und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihr Dissertationsprojekt „Soltanto domandar un tedesco?“ Deutsch-italienischer Künstleraustausch in Rom 1870 bis 1915 (Arbeitstitel) wird von Prof. Dr. Arnold Nesselrath betreut und untersucht die privaten wie beruflichen Beziehungen zwischen deutschen und italienischen Künstlern in der jungen italienischen Hauptstadt. Von Oktober 2011 bis März 2015 ermöglichten ihr  Promotionsstipendien der Humboldt-Universität sowie der Bibliotheca Hertziana einen Forschungsaufenthalt in Rom, wo sie u. a. im Archiv des Deutschen Künstlervereins in der Casa di Goethe arbeitete.

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